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Marble Arch neu beleben: Was der Neubau von M&S für die Oxford Street und darüber hinaus bedeutet

Marks & Spencer hat die Genehmigung erhalten, seine Flagship-Filiale am Marble Arch in der Oxford Street neu zu bauen – mit dem Ziel, das Viertel zu beleben und 2.000 Arbeitsplätze zu sichern. Die Besucherfrequenz rund um den Marble Arch liegt weiterhin 30 % unter dem Niveau vor der Pandemie, die Leerstandsquote in der Oxford Street bei rund 15 %. Der Neubau soll 75 % weniger Energie verbrauchen als das bestehende Gebäude und den CO2-Aufwand innerhalb von 11 Jahren amortisieren. Während die Debatte um Sanierung versus Neubau weitergeht, könnte das Projekt zum Katalysator für mehr Passantenfrequenz und wirtschaftliche Erneuerung in der Oxford Street werden.

Emily Riley

Content Marketing Managerin @ huq

December 6, 2024

3 min read

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Der lang erwartete Neubau der Marks-&-Spencer-Flagship-Filiale am Marble Arch hat vom Secretary of State for Housing, Communities and Local Government grünes Licht erhalten. Nach drei Jahren Wartezeit markiert diese Entscheidung einen Wendepunkt für die Oxford Street – und damit für Londons West End – auf dem Weg zurück zum Rang eines globalen Shopping-Ziels.

Ein mutiger Schritt zur Erneuerung

M&S-CEO Stuart Machin bezeichnete die Genehmigung als Meilenstein und verwies auf das Potenzial des Projekts, die Oxford Street mit einer Flagship-Filiale und Büroflächen zu beleben, die 2.000 Arbeitsplätze tragen werden. Seine Aussage unterstreicht, wie dringend die Oxford Street eine Erneuerung braucht: Die Besucherfrequenz erholt sich dort nur schwer auf das Niveau vor der Pandemie. Die Standortdaten von huq zeigen, dass der Bereich Marble Arch im November 2024 2,3 Millionen Besucher verzeichnete, womit sich der Jahreswert bis dahin auf 21,6 Millionen Besucher summierte. Trotz dieser Erholung bleiben die Zahlen von 2024 unter den 25,4 Millionen des Jahres 2023.

Da die Leerstandsquote in der Oxford Street weiterhin bei rund 15 % liegt – dreimal so hoch wie vor der Pandemie – und die Frequenz am Marble Arch 30 % unter dem Niveau von 2019 rangiert, könnte der Neubau zum Katalysator für die Erholung des Viertels werden.

Der Neubau der M&S-Flagship-Filiale am Marble Arch markiert eine deutliche Veränderung im Gefüge der Oxford Street. Diese Transformation spiegelt einen breiteren Trend in der Stadtentwicklung wider: die Balance zwischen Denkmalschutz und dem Bedarf an Modernisierung und Nachhaltigkeit.

Die Debatte um Sanierung versus Neubau

Der M&S-Neubau am Marble Arch hat erhebliche Diskussionen ausgelöst, insbesondere zur Nachhaltigkeit. Kritiker fragen, warum keine Sanierung gewählt wurde, und verweisen auf graue Energie und die Umweltkosten des Abrisses. Die umfangreichen Untersuchungen von M&S – darunter eine Lebenszyklus-CO2-Bilanz der Umweltberatung Arup – zeigen jedoch, dass eine Sanierung des Standorts nicht tragfähig gewesen wäre. Die Komplexität des Bestands aus drei sehr unterschiedlichen Gebäuden stellte unüberwindbare Hürden für die Funktionalität und die Nachhaltigkeitsstandards einer modernen Flagship-Filiale dar.

Der neue Entwurf verspricht, weniger als ein Viertel der Energie des heutigen Gebäudes zu verbrauchen, 95 % der vorhandenen Baumaterialien wiederzugewinnen und den CO2-Aufwand innerhalb von 11 Jahren zu amortisieren. Damit zählt das Projekt zu den obersten 1 % der nachhaltigen Gebäude in London, begegnet den Einwänden und setzt einen neuen Benchmark für grünes Bauen.

Auswirkungen auf Handel und Immobilien

Händler und Immobilienakteure können von dem Neubau erheblich profitieren. Savills hatte zuvor gewarnt, dass eine Schließung von M&S am Marble Arch für das lokale Handelsumfeld verheerend wäre. Die neue Filiale könnte dagegen – zusammen mit den Investitionen von IKEA, HMV und Uniqlo – den Aufschwung der Oxford Street festigen. Diese Entwicklungen und die Pläne zur Verkehrsberuhigung der Straße deuten auf eine bessere Zukunft für eines der bekanntesten Einkaufsviertel Londons hin.

„Dieser Neubau ist ein vielversprechender Schritt für die Oxford Street, doch man darf nicht vergessen: Die Erholung der Besucherfrequenz ist ein Marathon, kein Sprint. Eine nachhaltige und moderne M&S-Flagship-Filiale könnte zum Grundstein für die Erneuerung des Viertels werden. Damit sich der volle Nutzen entfaltet, sind jedoch fortlaufende Investitionen und strategische Planung von privater wie öffentlicher Seite unerlässlich. Mit einer Mischung aus Handel, Freizeit und öffentlichem Raum kann die Oxford Street ihre Position als globales Handelsziel nicht nur zurückgewinnen, sondern neu definieren.“

Conrad Poulson, CEO, Huq Industries

Eine langfristige Vision für die Oxford Street

Der M&S-Neubau am Marble Arch steht sinnbildlich für einen breiteren Wandel hin zu Nachhaltigkeit und Innovation im städtischen Einzelhandel. Während die Debatte um Sanierung versus Neubau weitergeht, sind die langfristigen ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile des Projekts unbestritten. Mit seinen ambitionierten Plänen für Nachhaltigkeit und Einbindung in das Quartier könnte der M&S-Neubau am Marble Arch der nötige Katalysator sein, um die Oxford Street von einer schwierigen Einkaufsstraße in ein lebendiges, modernes Zentrum zu verwandeln.

Für Händler und Immobilieninvestoren ist das Projekt eine Fallstudie dafür, wie sich Denkmalschutz und die Anforderungen des modernen Handels ausbalancieren lassen. Es zeigt zudem, welche entscheidende Rolle Daten dabei spielen, städtische Räume zu verstehen und zu gestalten. Während sich die Frequenz am Marble Arch weiter erholt, müssen alle Beteiligten aktiv bleiben, damit die Dynamik dieses Projekts über Jahre hinweg trägt.

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