Restaurants und Omnichannel: Wachstum durch datengestützte Insights
Da die Grenzen zwischen klassischer Gastronomie und Fastfood- beziehungsweise Lieferangeboten verschwimmen, ist ein Omnichannel-Ansatz entscheidend, um in der Food-and-Beverage-Branche wettbewerbsfähig zu bleiben.
August 16, 2024
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Da die Grenzen zwischen klassischen Restaurants und Fast-Food- oder Takeaway-Betrieben verschwimmen, ist ein Omnichannel-Ansatz für die Wettbewerbsfähigkeit in der F&B-Branche unverzichtbar geworden. Wer mehrere Kanäle für die Interaktion mit Gästen anbietet – ob vor Ort, online bestellt oder geliefert –, erreicht ein größeres Publikum und verbessert das Gasterlebnis. Erfolg erfordert hier jedoch mehr als nur viele Kontaktpunkte: Er verlangt strategische Entscheidungen auf Datenbasis.
Mit Frequenzdaten und demografischen Daten können Restaurants die Standortwahl optimieren, die Leistung bestehender Standorte benchmarken und gezielte Marketingkampagnen umsetzen. Wer weiß, wann und wo Gäste am ehesten mit der Marke in Kontakt treten, kann außerdem die Öffnungszeiten anpassen und so Effizienz und Rentabilität steigern. Mit den richtigen datengestützten Strategien finden sich Gastronomiebetriebe im komplexen Omnichannel-Umfeld zurecht und fördern Wachstum und Markentreue.
Einleitung
Historisch gab es stets eine klare Trennung zwischen Restaurants und Fast-Food- oder Takeaway-Betrieben: zwei getrennte Geschäftsmodelle mit unterschiedlichen Zielgruppen und Anforderungen. Restaurants bieten in der Regel ein Erlebnis vor Ort für Gäste, die essen, sich austauschen und gut bedient werden möchten. Fast-Food- und Takeaway-Marken haben sich traditionell auf schnellen Service und Bequemlichkeit konzentriert und richten sich häufig an Gäste, denen Tempo wichtiger ist als das Esserlebnis.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten sind diese Grenzen verschwommen. Fast-Food- und Takeaway-Anbieter sind durch Bestell- und Bezahl-Apps auf allen gängigen Smart Devices noch schneller und bequemer geworden, und viele bieten inzwischen auch Sitzplätze vor Ort an, etwa McDonald’s und Greggs. Umgekehrt haben Restaurants den Wert erkannt, ihre Küche über das Erlebnis vor Ort hinaus anzubieten, und nutzen Lieferplattformen von Drittanbietern wie Just Eat, Deliveroo und UberEats, um im Fast-Food- und Takeaway-Markt mitzuhalten. Das zeigt, wie wichtig ein nahtloses und konsistentes Omnichannel-Erlebnis geworden ist, um den veränderten Erwartungen der Verbraucher gerecht zu werden.
Was ist Omnichannel?
In der Lebensmittel- und Getränkebranche (F&B) bedeutet Omnichannel, dass Kundinnen und Kunden über mehrere Kanäle mit einer Marke interagieren und bei ihr kaufen können – vor Ort im Lokal, per Onlinebestellung oder über Lieferdienste. In einer schnelllebigen Welt erwarten Gäste, nahezu jederzeit und überall bestellen zu können.
Bislang ungenutzte Nachfrage erschließen
Der Omnichannel-Ansatz ist für Gastronomiebetriebe nicht nur zur Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig, sondern auch, um bislang unerschlossene Märkte zu erreichen. Die Strategie folgt einem einfachen Prinzip: Je mehr Kanäle Sie anbieten, desto größer die Reichweite und desto größer das Wachstumspotenzial. Ihr Erfolg hängt jedoch eng davon ab, die geografische und demografische Struktur jedes Standorts zu verstehen, damit Ihre Marke im Liefergebiet Ihrer Zielgruppe liegt.
Physische Standorte bleiben entscheidend, doch zusätzliche Kanäle wie Just Eat, Deliveroo und UberEats erschließen neue Umsatzquellen ohne die Anfangsinvestition einer neuen Filiale. Die daraus erzielten Umsätze lassen sich wiederum in neue Standorte investieren, was die Reichweite weiter vergrößert und einen positiven Wachstumskreislauf schafft.
Frequenzdaten für strategische Entscheidungen nutzen
Frequenzmuster zu verstehen, ist entscheidend, um die Leistung eines Restaurants zu optimieren und fundiert über neue Standorte zu entscheiden. Frequenzdaten zeigen, wie viele Menschen zu unterschiedlichen Zeiten an einem Standort vorbeikommen oder ihn betreten – eine wichtige Grundlage für Standortwahl, Marketing und Betriebsabläufe.
Standort-Insights, die stark frequentierte Lagen sichtbar machen, sind die Basis für den Erfolg neuer Standorte. Mit der Auswertung von Frequenzdaten können Unternehmen die Leistung ihrer bestehenden Restaurants nach Standort benchmarken und so datengestützt Betrieb und Kundenbindung verbessern. Wer die Spitzenzeiten der Passantenfrequenz kennt, kann die Öffnungszeiten an die Nachfrage anpassen, Gemeinkosten senken und den Umsatz maximieren.
Das Gasterlebnis verbessern
Gäste verbinden Gastronomiemarken mit bestimmten Werten, sei es die Geschwindigkeit des Service oder die Qualität der Zutaten. Beim Omnichannel-Ansatz geht es nicht nur um verschiedene Zahlungswege, sondern um ein einheitliches, reibungsloses und positives Erlebnis über alle Kanäle hinweg – und genau das fördert Markentreue. Wer alle Kanäle konsequent an den Kernwerten der Marke ausrichtet, festigt das gewünschte Markenbild und regt Wiederkäufe an.
Personalisiertes Marketing auf Datenbasis
Mit vielfältigen Datenpunkten wie In-App-Käufen, Bestellungen über Drittanbieter und Transaktionen vor Ort können Gastronomiebetriebe die Ausgabengewohnheiten ihrer Gäste besser verstehen. Über geografische und demografische Daten lässt sich das Marketing präziser auf die Zielgruppen ausrichten, die am ehesten mit der Marke interagieren.
So können beispielsweise die Standortdaten von huq Restaurants dabei helfen, wichtige demografische Segmente in einem bestimmten Gebiet zu erkennen und ihre Marketingbotschaften entsprechend zuzuschneiden. Soziale Medien verstärken diese Wirkung zusätzlich und ermöglichen personalisierte, zielgerichtete Kampagnen, die auf die nächstgelegene Filiale oder auf Sonderangebote hinweisen. Tatsächlich haben 45 % der Menschen ein neues Restaurant ausprobiert, weil sie eine Empfehlung in sozialen Medien gesehen haben – ein deutlicher Beleg für die Wirkung zielgerichteten Marketings in der Gastronomie.
Omnichannel im Zusammenspiel
Was bedeutet das alles für die Gäste? Letztlich gibt der Omnichannel-Ansatz ihnen die Kontrolle über ihren Weg zur Marke: Sie entscheiden nach ihren Vorlieben, wie sie mit ihr interagieren. Ob bei einer Person vor Ort, online zur Abholung, online zur Lieferung oder per App direkt an den Tisch – Gäste haben heute mehr Optionen als je zuvor.
Restaurants und Bars wie All Bar One, Bar Soho, Greene King, Nando’s und Wetherspoon haben diesen Trend mit „Order and Pay“-Apps aufgegriffen. Damit geben Gäste ihre Tischnummer ein, bestellen direkt vom Smart Device und bezahlen, ohne an den Tresen gehen zu müssen. Ebenso profitieren Fast-Food- und Takeaway-Betriebe seit Langem von der Bequemlichkeit der Onlinebestellung, die Warteschlangen im Lokal entzerrt und zugleich ein hohes Bestellaufkommen bewältigt.
Auch klassisch stationäre Anbieter wie Cafés setzen auf den Omnichannel-Ansatz. Costa Coffee hat etwa eine App eingeführt, mit der Gäste ihre Bestellung zum Mitnehmen vorab aufgeben und bezahlen können, was Wartezeiten verkürzt und den „Grab & Go“-Markt bedient. Zusätzlich bieten die automatisierten Ausgabeautomaten von Costa Coffee die Möglichkeit, Getränke per Karte dort zu kaufen, wo sich ein besetzter Standort wirtschaftlich nicht trägt.
Fazit
Ob im Ladenlokal, online zur Abholung, per App an den Tisch, online zur Lieferung oder am Automaten – ein einheitliches Markenerlebnis über alle Kanäle hinweg ist entscheidend für den Omnichannel-Erfolg.
Gastronomiebetriebe müssen das Ausgabeverhalten und die demografische Zusammensetzung eines Gebiets kennen, bevor sie einen neuen physischen Standort eröffnen. Der Omnichannel-Ansatz macht es jedoch ebenso wichtig, die demografischen Daten und die Ausgabendaten im weiteren Umfeld zu betrachten: Sie bestimmen, ob das Preismodell passt, und zeigen anhand von Kundenanalysen, wie beliebt die Marke dort ist. Für „Grab & Go“-Konzepte ist zudem eine für die Zielgruppe günstige Lage entscheidend, etwa auf dem Weg zum öffentlichen Nahverkehr oder in einem Geschäftsviertel.
Selbst bei Automaten, die nicht dauerhaft betreut werden, müssen die Kosten für Wartung und Nachfüllung sowie die Gebühren an Vermieter für den Betrieb auf deren Flächen sorgfältig kalkuliert werden. Entsprechend wichtig ist es, diese Automaten dort aufzustellen, wo sie die größte Wirkung entfalten.
Mit Standort-Insights und Frequenzdaten können Unternehmen fundierte Entscheidungen treffen, ihre Omnichannel-Strategie schärfen, Abläufe optimieren und Wachstum vorantreiben. Der Omnichannel-Ansatz erlaubt es Gastronomiebetrieben, ihre Marke auf Wegen zu bewerben, die über einzelne Kanäle allein nicht möglich wären – als kosteneffiziente Grundlage für Expansion und dauerhaften Erfolg.
Frequently Asked Questions
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